Mit dem Liegevelo und selbstgebautem Wohnwagen ans Nordkap - 6200 km in 74 Tagen

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Michael Ammann 11. September 2026

Von Benjamin Probst

Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee mit dem Liegevelo und einem selbstgebautem Wohnwagen ans Nordkap zu fahren hatte ich schon seit dem Jahr 2011 im Kopf. Damals verwirklichte ich ein Jungscharprojekt ( Jungschar ist eine Christliche Jugendgruppe), mit einem Team von sechs Jungscharleiter*innen und Teilnehmer*innen zwischen 12 bis 16 Jahren bauten wir in meiner Schreinerei 20 Wohnbikes.  Die Freude war bei allen gross, mit all den Mobilen eine Bodensee Tour zu unternehmen. Auf allen Campingplätzen und unterwegs genossen wir grosse Aufmerksamkeit. Das Projekt wiederholten wir im Jahr 2014 noch einmal. Das Reisen mit dem Wohnbike packte mich total und in mir wuchs der Wunsch, damit bis ans Nordkap zu fahren.


Wohnbikewoche 2011

Jahrelang beschäftigte ich mich damit, wie ich ein stabiles und leichtes Wohnbike bauen kann, welches die lange Reise ans Nordkap mitmacht.
Nach vielen Stunden Arbeit stand es dann im Frühjahr 2024 da. Auf mehreren Probefahrten in der Schweiz testete ich dieses  Wohnbike auf ca. 1000 km. Der Oberalppass war dabei die grösste Herausforderung.

Auf den ersten Testfahrten hatte ich auf dem Dach des WB einen ein Quadratmeter grossen Sonnenkollektor montiert und eine Batterie dabei. Die Idee war, dass ich ohne fremden Strom meinen E-Bike-Akku aufladen kann. Es hat funktioniert, aber mit dem selbst produzierten Strom hätte ich nur kleine Tagesetappen machen können. Weit im Norden, wo der Sonneneinstrahlungswinkel tief ist, und oft schlechtes Wetter herrscht, wäre das nicht ausreichend gewesen. Darum habe ich diese Idee wieder aufgegeben.

Gebaut habe ich das WB aus 20 mm dicken XPS-Platten, welche beidseitig mit Glasfasern und Epoxidharz überzogen wurden. Dazu kamen diverse Verstärkungen unter der Achse und bei der Deichsel aus dünnem Sperrholz. Inkl. richtiger Matratze, Gepäck, Werkzeug und Proviant wiegt das WB nur 40 kg.
Ich ziehe es mit meinem geliebten Liegevelo HP Streetmachine Gte mit Neodrives und Pinion.

Die Tour

Die grosse Reise ans Nordkap startete am 28. April 2025 bei uns zuhause in Reigoldswil.
An die Tür meiner Schreinerei hängte ich ein Schild mit der Aufschrift: „Bin mal kurz weg.“
Mit leichten Bauchschmerzen ging es los. So viel ging mir durch den Kopf: Klappt alles? Hält die Technik? Habe ich alles erledigt? Habe ich nichts vergessen? Macht das mein Körper mit?
In Basel, nach 30 km, esse ich mit meiner Tochter zu Mittag. Sie sagt mir, soweit sie sich zurückerinnern kann, spreche ich davon, dass ich einmal mit dem Velo ans Nordkap fahren will.

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Basel am Rhein

In Tagesetappen von 80 bis 120 km fahre ich durch Deutschland. Dem Rhein entlang bis Karlsruhe. Weiter durch Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin.
Nachts sinkt das Thermometer oft auf 2 Grad.

Als ich in Berlin auf den von Fussgängern stark belebten Strassen vom Brandenburger Tor zum Checkpoint Charlie fahre, ruft mir ein Mann entgegen: «Hey, dich kenne ich doch!» Wir haben uns vor zwei Tagen in einem Café getroffen. Mit meinem Fahrzeug falle ich auf, sodass man mich auch in einer 4-Millionen-Stadt wiedererkennt.

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Tag 12 Brandenburger Tor Berlin

Mit meinem Anhängerzug zog ich immer grosse Aufmerksamkeit auf mich. Auf einem Campingplatz an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sagte der Zeltplatzchef: «So wat hatte ich noch nie auf meinem Platz» und machte dann ein Foto.

Als ich in Rostock auf die riesengrosse Fähre fuhr, hatte ich zum zweiten Mal Bauchschmerzen.
Ab jetzt kommt ein Land, welches mir nicht so vertraut ist. Die Sprache verstehe ich nicht, ab jetzt bin ich weit weg von zuhause.

In Gedser, Dänemark, sehe ich einen Fahrradwegweiser mit der Aufschrift: Nordkap 3204 km. Das macht mir Mut. Nach der Insel Falster geht’s über die Insel Seeland. Natürlich darf ein Besuch bei der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen nicht fehlen.
Mit der Fähre geht es von Helsingborg nach Helsingør nach Schweden. Ich bin beeindruckt von den grossen Lastwagen, den grossen Windrädern und den weiten Distanzen.
Jetzt fahre ich quer durch Schweden an die Baltic Sea.

Jede Woche mache ich mindestens einen Ruhetag, das ist mir wichtig. Ich schaue immer auch den Wetterbericht. Wenn ich sehe, dass es am nächsten Tag regnet, mache ich natürlich eine Pause. Einmal musste ich drei Tage im gleichen Ort warten.

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Wohnbike zum Schlafen ohne Räder, auf den meisten Campingplätzen war ich alleine auf der Zeltwiese

Ich navigiere mit der Komot-App. Diese führt mich zuverlässig auf abgelegenen Strassen, meistens durch den Wald, aber immer weit abseits von stark befahrenen Strassen. Ohne diese Hilfe wäre ich oft auf Bundesstrassen gefahren.

Auf den kleineren Campingplätzen hatte es meistens keinen Aufenthaltsraum. So habe ich viele Abende im warmen Sanitärhaus verbracht. Dort habe ich die Tour vom nächsten Tag geplant, Tagebuch geschrieben und in einem WhatsApp-Chat meine Freunde informiert, was ich gerade so erlebe. Dort konnte ich auch meine zwei Fahrakkus und das Handy aufladen.
Weil ich von der Jahreszeit her eher früh unterwegs war, war ich meistens alleine auf der Zeltwiese.

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Viele Abende im Sanitärhaus

Es hatte auch einen Vorteil, so früh im Jahr unterwegs zu sein: Ich hatte auf der ganzen Tour durch Skandinavien keinen einzigen Mückenstich. Nachts sank das Thermometer oft bis auf den Gefrierpunkt. Mücken können mit Kappe und Handschuhen nicht fliegen.
Beim Einchecken auf den Campingplätzen habe ich mich immer mit einem Fahrrad und einem Caravan angemeldet, mir wurde jedoch immer bloss ein kleines Zelt verrechnet…

In allen skandinavischen Ländern gibt es tausende Shelter. Ein Shelter ist ein Holzhaus mit einem Dach und drei Wänden, eine Feuerstelle, manchmal ein Kompotoi. Immer schön gelegen. Die Übernachtung dort ist gratis. Ich hatte auch eine App, mit der ich die Shelter finden konnte. Weil ich darauf angewiesen war, dass ich am Abend meine Akkus laden kann, habe ich die Shelter jedoch nur selten genutzt.

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Shelter

Weiter geht es der Baltic Sea hoch Richtung Norden bis zur finnischen Grenze.

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Igesund Camping in Schweden

Man merkt gut, wie die Tage länger werden.
Oft komme ich am Tag höchstens an einem Dorf mit Einkaufsladen vorbei. Dort gibt es dann immer eine grössere Pause. Manchmal lade ich dort auch einen Fahrakku. Das geht immer, nur in Deutschland wurde mir zweimal nicht erlaubt, meinen Akku zu laden.

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Aus Plastiksäcken und Panzertape habe ich Handschütze gemacht, mit diesen bin ich sicher 2000 km gefahren.

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einsame Strasse im Norden von Schweden

Am Tag 43 überfahre ich den Polarkreis im Norden von Schweden. An dieser Stelle macht ausnahmslos jeder Radfahrer ein Foto von der Hinweistafel.

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Polarkreis Überschreitung

Am nächsten Tag überschreite ich auch die Grenze zu Finnland. Ab jetzt merke ich gut, wie der Wald weniger dicht ist. Die Bäume sind auch nicht mehr so hoch. Zwischendurch kommt auch mal ein Stück Strasse ohne Wald. Für mich ungewohnt: Nach wochenlangen Fahrten durch den Wald ändert sich die Landschaft hier in die  arktische Tundra von Lappland.

Nur zwei Tage später bin ich schon in der Finnmark von Norwegen.
Ich fahre durch Kautokeino. Das Dorf hat eine Fläche von fast 10’000 km², das ist ein Viertel der Schweiz. Es leben nur knapp 3000 Menschen dort, dafür etwa eine Million Rentiere.
Auf den Campingplätzen hier mache ich unvergessliche Erlebnisse mit anderen Velofahrern. Ich treffe hier nicht viele Leute, aber mit den Leuten, die man trifft, spricht man.

In Alta, der nördlichsten Stadt Europas, treffe ich zwei Holländerinnen. Ich frage sie, ob sie morgen fahren. Gemäss Wetterbericht wird es regnen. Sie sagen ganz selbstverständlich, dass sie Regenschutz haben und fahren werden. Ich sage mir: Ich habe auch einen guten Regenschutz, ich werde morgen auch fahren.
Am Tag 48 habe ich das dann allerdings bereut. Die Strasse steigt 300 Höhenmeter an. Dort oben ist es vergleichbar wie in der Schweiz auf 2000 Metern. Es beginnt zu regnen, es windet, ich ziehe alles an, was ich habe. 70 km weit keine Möglichkeit zum Unterstehen, neben der Strasse liegt zum Teil noch Schnee. In einem Tankstellenladen kann ich mich dann wieder aufwärmen.

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Arktische Tundra von Lappland

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es war eisig kalt

Jetzt kommt noch die letzte grosse Herausforderung: der Nordkap-Tunnel.
Das Nordkap liegt auf einer Insel. Bis 1999 gab es einen Fährbetrieb. Seit dann ist die Insel Magerøya nur noch über den Tunnel erreichbar. Der Tunnel ist 7 km lang und geht 212 Meter unter den Meeresspiegel. Ab der Hälfte geht es dann wieder mit bis zu 10 % Steigung hinauf. Im Tunnel ist es durch die Lüftung und die vorbeifahrenden Fahrzeuge sehr laut.
Am Abend schreibe ich in mein Tagebuch: Diese Fahrt mit dem Fahrrad durch den Tunnel wünsche ich nicht einmal meinem grössten Feind.

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kurz vor dem Nordkaptunnel

Auf dem letzten Campingplatz treffe ich Franz aus Kufstein. Ich habe ihn in Südschweden schon einmal angetroffen. Er hat dann den Weg durch Finnland genommen, jetzt treffen wir uns hier wieder. Dies ist mir auf dieser Reise mehrmals passiert, dass ich einen anderen Velofahrer mehrmals treffe. Das ist immer sehr spannend.

Tag 51
Schon beim Aufstehen bin ich sehr nervös. Klappt alles heute? Nur keine Panne.
Zum Frühstück esse ich meinen letzten Ovo-Riegel. Den habe ich extra für einen besonderen Moment aufgespart.

Noch 26 km und gut 500 Höhenmeter.

Fast dauernd schaue ich auf mein Navigationsgerät. Die km-Anzeige ist bald im einstelligen Bereich. Die Autos und Wohnmobile, welche entgegenkommen, hupen, filmen, zeigen den Daumen. Ich bin total angespannt.

Nach 4663 km stehe ich nun unter der Weltkugel auf dem Nordkap-Plateau in Norwegen. Sie ist das berühmteste Wahrzeichen des Ortes und symbolisiert den Treffpunkt am «Ende der Welt».
Von hier aus ist es nur noch 2100 km zum Nordpol.

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Am Nordkap

Etwa fünf Stunden bleibe ich mit ein paar Velokollegen dort. Ich staune, wie die anderen das ohne Liegevelo geschafft haben. So viele Kilometer aufrecht im Gegenwind, Schmerzen im Gesäss und in den Handgelenken, verspanntes Genick. Mit dem Liegevelo total entspannt.

Für den Rückweg mache ich es mir einfacher. Ich fahre nur nach Honningsvåg. Dort fahre ich dann mit dem Hurtigruten-Schiff in fünf Tagen nach Bergen. Mit der Fähre geht es dann rüber nach Hirtshals, Dänemark. Von dort die letzten 1600 km mit dem Velo zurück. 
Am Velo und auch an meinem Wohnbike hatte ich auf der ganzen Tour keine nennenswerten technischen Probleme, welche ich nicht selber lösen konnte.

Nach 74 Tagen werde ich zuhause von meiner Familie und den Nachbarn herzlich empfangen.
Ich bekam die Auszeichnung: «Erster Reigoldswiler mit Liegevelo und selbstgebautem Wohnwagen am Nordkap».

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Aufzeichnung Polarstep

Wenn ich heute zurückblicke, staune ich manchmal selber, was in diesen 74 Tagen alles passiert ist. Die vielen Begegnungen, die unterschiedlichen Landschaften und die kleinen Abenteuer unterwegs werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich bin dankbar, dass ich diese Reise gesund und ohne grössere Probleme erleben durfte. Und wer weiss, vielleicht wartet ja schon die nächste Idee irgendwo in meinem Kopf. 

Bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen hatte ich die Gelegenheit, einen Reisebericht zu präsentieren und von meinen persönlichen Erlebnissen zu erzählen. Die Vorträge waren stets sehr gut besucht. Unter anderem durfte ich meine Reise an der Spezi in Freiburg sowie am Tag der offenen Tür der Firma HP Velotechnik in Kriftel vorstellen.

 

Fragen der Redaktion an Benjamin Probst

- Wie sind deine praktischen Erfahrungen mit dem Wohnanhänger?

Durchwegs positiv. Ich kam immer überall durch, manchmal muss man kreativ sein, um ein Hindernis zu überwinden. Einmal hat er sich auf einer holperigen Strasse, auf welcher ich zu schnell fuhr, überschlagen. Aber ausser ein paar Spuren entstand kein Schaden. In den Städten ist es nicht immer ganz einfach spezielle Manöver zu machen.

- Welche baulichen Besonderheiten und Luxus weist er auf – oder ist's bloß eine Kiste auf Rädern?

Im Internet findet man viele Wohnwagen für’s Velo. Aus meiner Sicht sind die alle nicht brauchbar, weil sie viel zu schwer sind. Das Besondere an meinem Wohnbike ist, dass es sehr leicht und stabil ist. Zum Fahren auch einigermassen aerodynamisch, denn das Planenverdeck lässt man hinunter zum Fahren. Im Vergleich zu einem kleinen Zelt ist es schon luxuriös. 

- Wie fährt es sich mit ihm? Wäre das Gespann auch ohne elektrische Unterstützung fahrbar? 

Mit Matratze, Schlafsack, Kleidern, Werkzeug und Ersatzteilen wog er ca. 40 kg. Diesen Anhänger zu ziehen, wäre ohne elektrische Unterstützung schon eine sehr grosse Herausforderung gewesen. Auf meiner Tour ans Nordkap habe ich viele Velofahrer getroffen. Alle waren mit Bio-Bikes unterwegs, also ohne Elektroantrieb. Sie hatten ein kleines Zelt mit dabei. Dies ist natürlich viel einfacher. Sie waren daher natürlich auch nicht auf Zeltplätze mit Akkulademöglichkeit angewiesen. Ich wusste, dass ich nicht den einfachsten Weg gewählt habe.

- Wie schläft es sich in dem Teil? 

Es gibt keinen besseren Schlafplatz. Ich liege 25 cm über dem Boden, bin geschützt vor Wind und Regen. Wer noch nie in einem Wohnbike geschlafen hat, weiss gar nicht was er verpasst hat. Es ist so schön, wenn es am Morgen regnet. Da kann man einfach liegen bleiben und warten bis es aufhört.

- Worin siehst du die Vorteile gegenüber einem Zelt?

In jeweils fünf Minuten ist er bereit zum Übernachten oder auch wieder fahrbereit. Schlafsack und Pyjama kann man einfach liegen lassen. Egal wo man hinkommt, man zieht immer alle Aufmerksamkeit der Leute auf sich.

Hattet ihr beim Bodensee-Ausflug mit der Jungschar Begleitfahrzeuge? Wurde da auch gekocht? Was waren eure Tagesetappen?
Mir war ganz wichtig, dass wir KEIN Begleitfahrzeug hatten. So mussten wir alles selber transportieren und einander gegenseitig helfen. Alle Kinder und Leiter haben erfolgreich das Ziel erreicht. Die Herausforderung hat die Gruppe zusammengeschweisst. Pro Tag fuhren wir ca. 30 km, das war für die Kinder genug. Ein leeres Wohnbicke wog 23 kg. Jeden Tag ging eine Gruppe einkaufen und hat immer jeweils sehr gut gekocht. 

- Gab es noch andere Jungscharprojekte, die du verwirklicht hast? Welche? Was war die Idee dahinter?

Ich liebe es mit Jugendlichen und Kindern zu arbeiten. Unsere Freikirche veranstaltet jeweils in der letzten Sommerferienwoche ein Kinder-Halbtagslager. Die Kinder kommen dort jeweils am Morgen. Dort organisierte ich schon mehrmals Bauprojekte: Aus einer Sägerei holte ich für wenig Geld Bretter und Schwarten. Daraus entstand dann zum Thema passend ein Bauwerk. Zum Beispiel eine Burg mit Türmen und Zugbrücke oder mehrere Pyramiden oder mehrere Hütten.
Die Kinder wollen dann am Ende des Morgens nicht aufhören zu bauen. Sie lieben es, einmal etwas Grosses aus Holz zusammenzunageln. Ein Junge nahm den Akkuschrauber auch in die Pause mit, damit er nachher sicher wieder einen hatte.